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Aktuelles

Juni 30, 2020

Wirecard stellt Insolvenzantrag

Am Donnerstag, den 25.06.2020 hat Wirecard einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Welche Auswirkungen hat dies für geschädigte Anleger?

Mit Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sind Schadensersatzansprüche gegen das Unternehmen Wirecard zur Insolvenztabelle anzumelden. Der Insolvenzverwalter hat die angemeldeten Ansprüche zu prüfen. Sofern dieser den Anspruch bestreitet, ist auf Feststellung des Anspruchs zur Insolvenztabelle zu klagen. Sollte der angemeldete Anspruch vom Insolvenzverwalter anerkannt oder der Feststellungsklage stattgegeben werden, nimmt der geschädigte Anleger am Insolvenzverfahren teil. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird das vom Insolvenzverwalter sichergestellte Unternehmensvermögen, die sogenannte Insolvenzmasse auf die Gläubiger und somit auch die geschädigten Anleger verteilt. Hierbei erhalten die Gläubiger üblicherweise einen prozentualen Anteil ihrer Forderungen, die sogenannte Quote. Diese berechnet sich aus der beim Unternehmen vorhandenen Masse und den insgesamt von Gläubigern geltend gemachten Ansprüchen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Vorstand insbesondere wegen Marktmanipulation in Anspruch zu nehmen. Zwar ist auch hier eine Insolvenz des Vorstands nicht ausgeschlossen. Allerdings kann auch hier eine quotale Befriedigung erreicht werden. Mit anderen Worten: Wirecard übernimmt einen bestimmten Prozentsatz des Schadens und die Vorstände übernehmen einen weiteren Teil.

Möglicherweise hätte auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY bereits zu einem früheren Zeitpunkt Nachforschungen zu den vorgelegten Unterlagen anstellen und ggf. ihr Testat für vorherige Jahresabschlüsse verweigern müssen. Auch hieraus könnten sich Haftungspflichten der Wirtschaftsprüfer ergeben.

Wir wägen in Ihrem individuellen Fall die Chancen und Risiken einer Klage ab und unterbreiten Ihnen kostenfrei ein entsprechendes Angebot.

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